Einkäufertagung Leipzig 2015

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femak hatte zur „Einkäufertagung“ nach Leipzig eingeladen.

femak hatte zur Einkäufertagung „Aus der Praxis für die Praxis“ nach Leipzig eingeladen. Die Veranstaltung fand in einem historischen Gebäude bei der edia.con statt. Der Bundesvorsitzende Harald Bender begrüßte die Teilnehmer der ausgebuchten Tagung und übergab das Wort dem Moderator des Tages, Robert Günthner.


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Im ersten Vortrag „Von der Anforderung bis zum Auftrag – E-Procurement neuester Stand“ konnte ein ausgesprochener Experte – Herr Jens Zimmermann vom Einkaufsverbund Prospitalia, Leiter Klinikprojekte e-commerce, Prospitalia, gewonnen werden. Ausführlich wurden Möglichkeiten der elektronischen Warenanforderung bis hin zu automatisierten Bestellvorgängen vorgestellt und erläutert. Hohe Einsparpotentiale ergeben sich durch den Einsatz dieser elektronischen Hilfsmittel für den Einkauf. Kurz angesprochen wurden ebenfalls automatisierte Möglichkeiten der Rechnungsbearbeitung, die jedoch derzeit am Widerstand der Buchhaltung/des Finanzmanagements scheitern dürften, jedoch bereits zum Einsatz kommen könnten.

Anschließend konnte Herr Martin Merkel, Zentraleinkaufsleiter der ediacon-Gruppe , seine Sichtweise bzgl. „Einkaufscontrolling“ und deren Möglichkeiten sehr geschickt vortragen. Herr Merkel ist femak-Mitglied und bei den „young professionals“ der FEMAK sehr aktiv. In seinem Vortrag wurden sämtliche Einkaufskennzahlen (Lagerumschlagshäufigkeit, ABC-Analysen, …), die ein Einkäufer beherrschen sollte, vorgestellt und deren Vorteile gegenüber Berichterstattung an die Geschäftsführung, gegenüber Lieferantengesprächen und auch zur Ideengebung genutzt werden. Durch derartige Instrumente können u.a. Bündelungen und Harmonisierungsgrade in einem Konzern schneller umgesetzt werden.

„Einkaufsgemeinschaften (erfolgreich) ausschreiben und vergleichen“ war Thema von Herrn Robert Günthner, Wirtschaftsleiter am Klinikum Fichtelgebirge. Konkret hatte er 2013 seinen Einkaufsverbund gekündigt und anschließend durch Markterkundung bei 6 verschiedenen Einkaufsverbünden seine Artikelmatrix abgefragt. Er konnte dadurch ein 6-stelliges Einsparvolumen realisieren. „Allein der Preis ist nicht entscheidend“. Viel wichtiger sind Konzepte, die Einkaufsverbünde begleiten oder umsetzen (z.B. Unterstützung bei Ausschreibungen, Logistikgutachten, innovative Investitionskonzepte, Artikelstraffung/-konzentration – um nur einige zu nennen). Er konnte einige Anregungen und Hilfen für die Fragen der Teilnehmer leisten und wird auch weiterhin als femak-Ansprechpartner zu diesem Thema zur Verfügung stehen.

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Nach der Pause gab Dieter Steinmüller, Sprecher des Arbeitskreises Regional, einen kurzes Statement über die Arbeit der femak und die nächsten Veranstaltungen.

Nach der Mittagspause hatte Frau Nicole Schmidt, Regionaleinkäufern der ediacon-Gruppe, im Vortrag „Zentrale Investitionsgüterbeschaffung“ den Aufbau bei Investitionsgüterbeschaffungen innerhalb der ediacon-Gruppe ausführlich und spannend vorgetragen. Frau Schmidt wurde 2015 mit dem Wissenschaftspreis der FEMAK (1. Preis für Ihre BA-Arbeit) ausgezeichnet. Sie stellte Ihre effizienten Beschaffungsprozesse bei den Beschaffungen in den einzelnen Einrichtungen ausführlich dar und bereicherte damit unsere Einkäufertagung ganz besonders.

Das Programm wurde abgerundet durch den Vortrag von Harald Bender, Westpfalz-Klinikum, der schilderte, mit welchen Mitteln er in seiner Klinik die laufenden Ausgaben im Bereich Investitionen taggenau überwacht und mit dem Wirtschaftsplan abgleicht.

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Alles in Allem ein Programm, dessen einzelnen Vorträge miteinander in Verbindung standen, durch viele Zuhörerbeiträge sehr kurzweilig war und auf eine sehr positive Resonanz stieß.

Robert Günthner bedankte sich bei den Teilnehmern und wünschte Allen eine, zum Teil mehrere hundert Kilometer dauernde, gute Heimreise.

Harald Bender
Bundesvorsitzender femak