Review - femak 7. Beschaffungskongress der Krankenhäuser 2015 - Berlin

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Patientenversorgung, Beschaffungsmanagement und Wirtschaftlichkeit standen in diesem Jahr im Focus des 7. Beschaffungskongresses am 2. und 3. Dezember 2015 in Berlin, der in Kooperation mit „femak“ veranstaltet wurde.

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Wir stehen vor einem bedarfsgerechten Umbau der Krankenhäuser. Zentralisierung von Fachkliniken und Ambulanzen in Ballungsgebieten aber auch in dünn besiedelten Gebieten Deutschlands müssen dabei Berücksichtigung finden.


Seitens der Gesundheitspolitik gibt es klare Vorstellungen für zukünftige Veränderungen im Gesundheitswesen. Dabei spielt die Qualität der Medizinprodukte eine große Rolle wie auch die hygienisch sichere Wiederaufbereitung von Einwegprodukten. Es muss auch an die wichtige Rolle des Pflegepersonals bei der Krankenhausreform gedacht werden. Eine Sicherstellung aller Produkte, die bei der Umsetzung des Krankenhausstrukturgesetzes gefordert sind, bringen große Finanzierungsmaßnahmen mit sich.

Irgendwann ist aber das Neue nicht mehr „normal“ und muss sich aus dem System heraus selbst finanzieren. Es geht also darum, Impulse aufzunehmen, Trends im Auge zu behalten und daraus die richtigen Schlussfolgerungen für eine erfolgreiche Gesundheitspolitik abzuleiten und umzusetzen.

Wir müssen in Europa auch zu unseren Nachbarn schauen und den Dialog suchen. Was wird dort anders (besser?) gemacht? Jedes Jahr schließen in Deutschland Krankenhäuser. In diesem Jahr ist erstmals die Zahl der Betten gestiegen. Das bringt neue Herausforderungen mit sich. Das Krankenhaus, die Klinik 4.0 kommt. Mehr und mehr müssen sich medizinische Führungskräfte der digitalen Zukunft zuwenden und öffnen. Es verfügen in deutschen Krankenhäusern nicht alle Einrichtungen über eine umfassende IT-Strategie.

femak“ wird sich auch der einen oder anderen angesprochenen Problematik zuwenden. Die daraus resultierenden Ergebnisse und Resultate können wir dann in Rotenburg a. d. Fulda zur 34. Bundesfachtagung 2016 erwarten.

Im weiteren Verlauf betracht femak den 7. Beschaffungskongress 2015 mit den Fachvorträgen und Workshops mit femak-Beteiligung.



Fachforum I   -   Im Einkauf liegt (auch) der Gewinn: Einkauf und Logistik in der Krankenhausorganisation der Zukunft

Norbert Ruch HP   Norbert Ruch - Bundesvorsitzender femak

Während die traditionelle Kostenreduzierung das oberste Gebot von Einkäufern ist, geht es in der Zukunft zunehmend auch um einen Beitrag zur Wertschöpfung im Unternehmen. Die aktuelle Krankenhausreform, die knappe investive finanzielle Ausstattung durch die Bundesländer sowie die ganzheitliche Betrachtung von Beschaffungskosten generieren neue Erwartungen an uns Einkaufs- und Wirtschaftsleiter.

Es wird ein aktiver Wertschöpfungsbeitrag gefordert, der bei der Heterogenität der Beschaffung im Krankenhaus erhebliche Herausforderungen beinhaltet. Des Weiteren setzt das Patientenrechtegesetz den Einkauf unter enormen Druck.

Aktive Beschaffungsmarktforschung, die Kommunikation mit Anwendern (Ärzte, Pflege) und den Anbietern (Industrie und Dienstleister), Produkt-Know-how und Verständnis des Produkteinsatzes im Behandlungsprozess sowie natürlich Methoden-Kompetenz im Einkauf sind Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Agieren. Auch ein konsequentes Portfoliomanagement in den einzelnen Warengruppen steigert die Wirtschaftlichkeit in einem signifikanten Umfang.

Der Einkäufer von morgen sollte seine Instrumente kennen und mit den Verantwortlichen in den Dialog gehen. Die zu treffenden Einkaufsentscheidungen sollten nicht nur am Preis fest gemacht werden.

Alle Diskutanten dieser sehr interessanten Gesprächsrunde waren sich einig, dass der Einkauf noch nicht den Stellenwert hat, den er normalerweise durch seine hohe Einflussnahme am Betriebsergebnis zusteht.




Fachforum VII - IT-Management und Einkauf im Dialog: Das richtige Beschaffungsmanagement für IT und vernetzte Medizintechnik

Harald Bender 2015   Harald Bender - Bundesvorsitzender femak

Unter der Moderation von Michael Langenberger diskutierten Ulrike Hoffmann (Geschäftsführerin Sana Klinik Einkauf GmbH), Jürgen Fleming (IT-Leiter, Vinzenz von Paul Kliniken gGmbH) und Harald Bender (Leiter Einkauf Westpfalz-Klinikum GmbH, femak Bundesvorsitzender) über die unterschiedlichen Strukturen in den Kliniken.

Ohne die IT ist ein Krankenhaus nicht mehr denkbar. Immer mehr Geräte und Prozesse sind softwaregesteuert, Medizingeräte sowieso, auch die Haustechnik (Heizung, Klima etc.) und Geräte der Großküchentechnik.

Wer ist für welche Entscheidung zuständig, wer übernimmt die Projektleitung bei der Beschaffung, wie bringt man wirtschaftliche Interessen und Anwenderwünsche auf einen Nenner?

Diese und viele andere Fragen wurden gestellt und die unterschiedlichen Formen der Umsetzung in den Kliniken dargestellt. Fazit: Es gibt keine allgemeingültige Lösung!

Bei einer anstehenden Beschaffung ist unter Einbeziehung aller Beteiligten eine Projektgruppe einzurichten. In der Gruppe wird geklärt, wer erstellt das Leistungsverzeichnis, wer erteilt den Auftrag, wer ist Ansprechpartner für technische Fragen unterschiedlicher Art. Ein Projektleiter ist Ansprechpartner für alle Fragen und steuert den weiteren Projektverlauf. Wichtig: (wie in vielen anderen Bereichen) offene Kommunikation aller Beteiligten.



femak-Longue auf dem 7. Beschaffungskongress der Krankenhäuser 2015 in Berlin

 WB klein 2015 3   Wilhelm Brücker - femak-Geschäftsstelle

„femak“ als Kooperationspartner des 7. Beschaffungskongresses der Krankenhäuser 2015 in Berlin. So war es überall zu lesen, in allen Ankündigungen, in allen Veröffentlichungen. Und so war es auch selbstverständlich, dass sich unser Berufsverband an der Programmgestaltung mit Beiträgen und an der Ausstellung bei diesem Jahresevent für Einkauf, Logistik und IT in Einrichtungen des Gesundheitswesens präsentierte.

Die vier zentralen Themenfelder wurden in acht Fachforen vertieft. Neben den zahlreichen Fachvorträgen bot sich eine ausgezeichnete Plattform für konstruktive Dialoge durch die vielfältig besetzte den Kongress begleitende Ausstellung. Durch die sehr gute Einbindung des femak-Standes inmitten dieses Marktes gab es viele Kontakte, Gespräche, Diskussionen mit Anwendern und Industriepartnern. Neue Ansprechpartner fanden sich und bereits bestehende Kontakte konnten aufgefrischt und mit neuen Inhalten ausgestattet werden. Durch die fachlich sehr unterschiedlichen ausstellenden Firmen und Institutionen wurde einmal mehr deutlich, wie groß das Spektrum der Beteiligten im Gesundheitswesen ist.

Für „femak“ hat sich die Beteiligung und Präsentation bei diesem Kongress in jedem Falle gelohnt. Die Bundesvorsitzenden Harald Bender und Norbert Ruch, Referenten beim Kongressprogramm wie auch als Repräsentanten am femak-Stand konnten ein positives Fazit ziehen. Die Aufgaben, die ein solcher Kongress erfreulicher Weise mit sich bringt, werden nunmehr von Jürgen Geißler, der die Veranstaltung mit der Kamera begleitete und Wilhelm Brücker als Leiter der Geschäftsstelle aufgearbeitet.



Bildbericht:

02. Dezember 2015 bis 03. Dezember 2015 - bcc Berlin Congress Center

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Eröffnungsplenum

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Andreas Haak, Robert Schrödel, Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve, Dr. Johannes Ludewig, Dr. Klaus von Dohnanyi (Moderation), Dr. Peter Magunia und Annette Widmann-Mauz (MdB) (v.l.n.r.)

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Viel besucht wurde unsere femak-Longue

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Fachforum I - Im Einkauf liegt (auch) der Gewinn: Einkauf und Logistik in der Krankenhausorganisation der Zukunft

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Norbert Ruch, Dr. Axel Kaise, Adelheit Jacobs-Schäfer (Moderation), Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve, Prof. Dr. Jörg Martin ( v.l.n.r.)

Fachfurum - Der internationale Dialog: was andere (besser?) machen

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 Bradley P. Gould, Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff (Moderation), Wout Adema (Utrecht) (v.l.n.r.) Reinhard Kuster (Schweiz, am Rednerpult)


Impressionen zur begleitenden Industrieausstellung

Industrie 1 Industrie 2

Industrie 3 Industrie 4

LR 1 Dieckhoff 1

GK 1

Personen 1 O Lorenz 1

Personen 2


Bildmaterial: (C) femak, J. Geißler 2015