Review - femak 34. Bundesfachtagung 2016

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002 Norbert Ruch  001 Harald Bender
Eröffnung der 34. Bundesfachtagung 2016 in Rotenburg a. d. Fulda durch Norbert Ruch und Harald Bender. Mit dem Titel der diesjährigen Bundesfachtagung „Der Einkäufer als Qualitätsmanager“ hat sich femak ein anspruchsvolles Ziel gesetzt. Aus dieser Thematik heraus ergibt sich eine fachübergreifende Sicht, die sich nicht auf einen eingeschränkten Themenkreis beschränkt.

Das Krankenhaus-Strukturgesetz, das neues Vergaberecht und die in Deutschland eingetroffenen Flüchtlinge sind reale Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Vor allem aber, was wird uns das alles bringen?

003 Ulrich Hornstein
Mit herzlich gehaltenen Grußworten wendete sich Ulrich Hornstein, Geschäftsführer des Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg, an die Teilnehmer der 34. Bundesfachtagung.

004 Anton J Schmidt
Das Krankenhaus der Zukunft – finanzierbar und Leistungsstark Anton J. Schmidt, Vorstandsvorsitzender der P.E.G. eG berichtete über die Entwicklung der Gesundheitsversorgung und die Kostenentwicklung in Deutschland. Aber auch auf die Qualitätssicherung, das Krankenhaus-Strukturgesetz (Mehrkosten bis 2020 €9,9 Mrd.) und der optimale Einsatz aller Ressourcen waren Im Focus des Eröffnungsbeitrages. Eine Herausforderung und alles im Blick zu haben, sind die Erlöse, Kosten und die Qualität bei der Kosteneffizienz. Das Krankenhaus der Zukunft braucht den professionellen Einkauf. Eine generelle Herausforderung ist der Fachkräftemangel. Im DKI-Krankenhaus-Barometer spricht man von einer leichten Entspannung der wirtschaftlichen Lage 2014 / 2015.

005 Winfried Neun
Über
die Qualitätsoffensive im Gesundheitswesen referierte Winfried Neun, K.O.M. GmbH, Allensbach. Hier wurde einleitend eine Studie betrachtet: Prozesse und deren Folgekosten. Analyseparameter waren die allgemeine wirtschaftliche Situation, die Produktqualität / Prozessqualität, die Wirtschaftlichkeit / Kostenrelation und die Relation Patientensicherheit / Produktqualität. Über die Ergebnisse der hier genannten Analyseparameter wurde ausführlich berichtet.

006 Sebastian Reich
Workshop 1: Über Erlöse und Deckungsbeiträge im Einkauf berichtete Sebastian Reich, Category Manager, P.E.G. eG, München. Der steigende wirtschaftliche Druck fordert ein professionelles Beschaffungsmanagement und eine strategische Ausrichtung des Krankenhauseinkaufs. Betrachtet wurde die Duale Krankenhausfinanzierung: Investitionskosten und Betriebskosten.

008 Thomas Gallmann
Workshop 2: Medizin 4.0 und die Konsequenzen für den Einkauf und Logistik in Kliniken. Darüber berichtete Thomas Gallmann, Gallmann und Schug Unternehmensberatung GbR, Ludwigshafen. Ein einleitendes Video und nur eine Präsentationsfolie „Die Zukunft der Produktion“ brachte den Teilnehmern dieses Workshops das Krankenhaus 4.0, die Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft näher. Vieles liegt noch in der Zukunft, keiner kann sich aber diesen Herausforderungen widersetzen.

007 Prof Dr Kurt Marquardt
Gemeinsame Sourcing-Strategie / Einkauf und IT in einem Boot Prof. Dr. Kurt Marquardt, Uniklinikum Gießen und Marburg. Ein Einkäufer darf heute nicht mehr allein dastehen. Er muss das Gesamtfeld im Überblick haben. Wie soll das funktionieren, wenn per Gesetz kein Mitarbeiter der Materialwirtschaft auf Patientendaten zugreifen kann! Es müssen dem Einkäufer gefiltert relevante Daten zur Verfügung gestellt werden. Schafft dieses das Krankenhaus 4.0 mit seiner innovativen Modullandschaft? Innovation und kein Ende ist in Sicht.

009 Darmar Jehle
Standardisierung abseits der typischen Medicalprodukte Dagmar Jehle, Städtisches Klinikum München GmbH, Bau und Technik – Betriebsorganisation. Wo findet man im Krankenhaus Einsparungspotential? Ist eine Standardisierung der richtige Weg? Standards stellen eine Herausforderung und hohe Anforderungen an die Klinik dar. Der Einkäufer muss sich mit der Ist-Situation auseinandersetzen. Bringen Standards Einsparungen, braucht die Klinik einem Architekten? Mit einer Projektkonzeption, der sich anschließenden Analysephase, der Lieferantenauswahl und in der folgenden Umsetzungsphase können viel Kosten eingespart werden.

010 1 Andrea Henkel 010 2 Andrea Henkel
 010 4 Andrea Henkel036 Henkel Kramer 02


 010 2 Andrea Henkel
Was können wir von einer erfolgreichen Sportlerin lernen? Andrea Henkel (Biathletin) Olympiasiegerin, Weltmeisterin, Deutsche Meisterin stellte sich den Fragen des Moderators, Wilhelm Brücker. Viele Fragen zur DDR-Vergangenheit wurden gestellt. Durch einen kleinen biographischen Abriss zur Person Andrea Henkel bekam der Zuhörer ein paar Einblicke in ihre sportliche Laufbahn. Bereits mit vier Jahren stand sie das erste Mal auf Langlaufskiern. Sie berichtete über das Sportgymnasium bis hin zur Aufnahme in der Sportfördergruppe bei der Bundeswehr. Erfolge aber auch Rückschläge in den Wettbewerben spornten sie immer wieder an, alles zu geben. Andrea Henkel kann stolz auf Titel wie Olympiasiegerin, Weltmeisterin, Deutsche Meisterin zurückblicken. Autogrammkarten und Fotowünsche wurden von Ihr mit Freude und Begeisterung erfüllt. Wir lernten eine sympathische, zierliche und auch sehr liebenswürdige und sehr erfolgreiche Sportlerin kennen.

011 1 Jan Wunderlich  011 2 Martin Merkel
KHSG und nun? Wie das Gesetz den Einkauf nachhaltig beeinflusst Jan Wunderlich, Dipl. Betriebswirt (BA), Referent Krankenhausgesellschaft Sachsen erklärte sehr wortreich einige Qualitätsbegriffe des KHSG. Er ging auf Mindestanforderungen bis hin zu qualitativ hochwertiger Versorgung ein. Fazit: Durch das KHSG wird eine Vielzahl neuer, juristisch unbestimmter Qualitätsbegriffe mit teils erheblichen Sanktionspotential für qualitätsauffällige Krankenhäuser ins Gesetz eingeführt.

Im zweiten Teil zum Thema ergänzte Martin Merkel, Leiter Zentraler Einkauf, edia.con gGmbH, Chemnitz an anschaulichen und relevanten Strukturen des Einkaufs im Krankenhaus die Qualitätsanforderungen: Senkung der Prozesskosten, Einsparungen erzielen und die Logistik optimieren. Die Qualität der Krankenhausversorgung soll durch das KHSG gestärkt werden.

012 Sabine Goerlitz
Workshop 3: Best Practice – Projektarbeit im Einkauf Sabine Görlitz, Leiterin der Wirtschaftsabteilung, Klinikum Ingolstadt ging in ihrem Vortrag auf die Einkaufsstruktur im Klinikum Ingolstadt ein. Der Zentraleinkauf stellte sich hohe Ziele, wie zum Beispiel die Warengruppenstrategie, Lieferantenstrategie und Projekte im Krankenhauseinkauf. Hindernisse bei den Projekten sind zu vermeiden. Zur Überwindung dieser zeigte Sabine Görlitz mehrere Wege auf.

013 Nicole Schmidt Martin Merkel
Workshop 4: Best Practice – E-Procurement 2,0 und dessen Auswirkungen auf den Krankenhauseinkauf Martin Merkel, Leiter Zentraler Einkauf, edia.con gGmbH, Chemnitz stellte die Strukturen der edia.con vor und gab Einblicke in den „Zentralen Einkauf“ und in die Logistik aber auch in die „Elektronische Beschaffung“ (E-Procurement). Papierloses Büro im Einkauf? Geht das?

Im zweiten Teil berichtete Nicole Schmidt, Einkauf, edia.con gGmbH, Chemnitz über die Digitalisierung des Warenflusses. Sehr gut und anschaulich wurde die Bestellung / Reservierung, der Wareneingang, der Warenausgang, die Lieferung, Eingangsrechnung, Ausgangsrechnung und die Kundenanforderung abgehandelt. Der Prozess vom Bedarf bis zur Bestellung aber auch über die Vorteile des Ticketsystems wurde berichtet.


  015 2 Andreas Wolf
  015 1 Bastian Wagner
Workshop 5: Steuerungselement Kostenträgerrechnung Dipl.-Kfm. (Univ.) Andreas Wolf, MaHM, Verwaltungsleitung Isar Kliniken GmbH, München und Bastian Wagner, Leiter Finanzwirtschaft, Isar Kliniken GmbH, München gingen auf ihre Erfahrungen mit der Kostenträgerrechnung am Beispiel des ISAR Klinikum im Einkauf und der Beschaffung ein. Kostenträger im Krankenhaus sind zum Beispiel Fachabteilungen, DRG-Gruppen usw. Was spricht für und was spricht gegen eine Kostenträgerrechnung nach InEK-Richtlinie? Wege und Lösungen wurden vorgestellt.

014 1 Martin Meyer  014 2 Marcel Dieck
Workshop 6: Einkaufsoptimierung über die Logistik Martin Meyer, Bereichsleiter Logistik, Charité – FCM Facility Management GmbH und Marcel Dieck, Leiter Projektmanagement, Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG berichteten über die Logistik der CFM am Beispiel der Bestandsoptimierung (Artikelstamm, Mengen, Disposition), Flächenoptimierung (Auflösen dezentraler Flächen, neues Lagerlayout, Lagerführungssysteme), Retourenmanagement (Risikominimierung, Kostenreduktion) und Zusammenlegung von Lagern (Transportoptimiereung, Lagerhandlingskosten). Fazit: Kostensenkung, Qualitätsverbesserung, Transparenz und Effizienz der Prozesse sind das Ziel.

016 Diskussionsrunde
Die abschließende Diskussionsrunde moderierte Thomas Gallmann, Gallmann und Schug Unternehmensberatung GbR, Ludwigshafen. Alle Teilnehmer gaben noch einmal ein Statement über die durchgeführten Workshops ab. In einer Zusammenfassung wurden wichtige Merkmale des „Strategischen Einkaufs“ erörtert, markante Prozesse der Optimierung im Einkauf aber auch die Nachhaltigkeit bei der Beschaffung kamen nicht zu kurz. Abläufe bei der Kostenträgerrechnung aber auch vieles, was sich in den nächsten Jahren im Bereich Materialwirtschaft und Einkauf noch verbessern lässt.


Tag 1 der Bundesfachtagung ist dem Leitthema der Fachtagung gewidmet. Themenübergreifende Informationen werden vermittelt. So auch aktuelle Probleme aus der Gesundheitspolitik. Wobei man sich auch bei Deutschlands Nachbarn orientiert.

Tag 2 der Bundesfachtagung lehnt sich sehr nahe an den Krankenhausalltag an und vermittelt sehr praxisnah die Herausforderungen an den Einkäufer. Hindernisse, die zu überwinden sind und wie nach Lösungen gesucht wird. Es werden eine Vielzahl der in der täglichen Praxis zu bewältigenden Aufgaben und Themenkomplexe vermittelt.

Alle Vorträge sind für femak-Mitglieder im internen Bereich auf unserer Homepage www.femak.de nach Anmeldung als PDF-Datei zugänglich, sofern diese vom Referenten zur Nutzung und Weitergabe freigegeben wurde.

017 2 Moderation Wilhelm Bruecker  017 1 Moderation Wilhelm Bruecker
Fazit zur 34. Bundesfachtagung
: Die sehr gute Moderation der 34. Bundesfachtagung an beiden Tagen lag in den Händen des femak-Geschäftsstellenleiters, Wilhelm Brücker. Eine „gelungene Veranstaltung“ in Kooperation mit der Industrie, der wir an dieser Stelle unsern besonderen Dank aussprechen möchten. Die Erwartungen an eine solche Fachtagung seitens der Teilnehmer wurden voll und ganz erfüllt.

Der Bundesvorstand femak e. V. bedankt sich bei den femak-Mitglieder, der Industrie, den Gästen und Referenten für die Teilnahme an der 34. Bundesfachtagung 2016 in Rotenburg a. d. Fulda ganz herzlich. Ein besonders herzlicher Dank geht auch an die Presse für ihre Berichterstattung. Präsentationen, Kommentare und Bilder werden so schnell wie möglich auf unserer Homepage bereitgestellt. Danke auch an das Team des Göbel's Hotel Rodenberg.


Weitere Impressionen der 34. Bundesfachtagung 2016 - Mitglieder und Gäste in der Göbel Hotels Arena, in den Workshops und im Konferenzbereich des Göbells Hotel Rodenberg

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Weitere Impressionen der 34. Bundesfachtagung 2016 - Empfang mit musikalischer Unterhaltung

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Hauptmann Tobias Terhardt, Leiter des Heeresmusikkorps Kassel begann im Alter von 6 Jahren Klavier zu spielen, kurze Zeit später folgte das Instrument Schlagzeug. Während seiner Schulzeit errang er mit beiden Instrumenten mehrfach erste Preise. Es folgte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker, Abschluss mit dem C-Examen, Studium an der Musikhochschule Köln, danach Militärmusikdienst bei der Bundeswehr, erwarb das Kapellmeister-Diplom, stellvertretender Chef beim Marinemusikkorps Nordsee, leistete seinen Dienst in Kabul und Afghanistan und war verantwortlich für den Protokollarischen Ehrendienst  beim Bundeskanzleramt. Seit Dezember 2015 ist Hauptmann Terhardt Leiter des Heeresmusikkorps in Kassel. Unser Fachverband bedankt sich bei Hauptmann Terhardt für die musikalische Umrahmung des Empfangs.

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Weitere Impressionen der 34. Bundesfachtagung 2016 - Ehrung des femak Geschäftsstellenleiters.

020 1 Ehrung Wilhelm Bruecker  020 2 Ehrung Wilhelm Bruecker
Wilhelm Brücker wurde für seine langjährige gute und erfolgreiche Arbeit zum femak Ehrenmitglied ernannt. Über sehr viele Jahre hinweg ist Wilhelm Brücker femak Mitglied. Er leitet die Geschäftsstelle unseres Fachverbandes. Besonders in den letzten Jahren ist er bei vielen Veranstaltungen unser Moderator. Er erreicht immer wieder mit seiner spritzigen Moderation jeden Teilnehmer. Professionell bereitet Wilhelm Brücker sich auf hochkarätige Gäste im Live-Porträt vor. Unser Fachverband dankte ihm für sein langjähriges Wirken. Wir wünschen Gesundheit und weiterhin viele Erfolge. Danke!

Weitere Impressionen der 34. Bundesfachtagung 2016 - Kick-off

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Weitere Impressionen der 34. Bundesfachtagung 2016 - Industrieausstellung am 21.03.2016 zur 34. Bundesfachtagung

024 Industrie Baierholm  023 Industrei ECOLAB
025 Industrie  026 Industrie
027 Industrei  028 Industrie
029 Industrie Wulff  030 Industrie Gespraech

035 Industrie Gespraech



Sehr geehrte femak Mitglieder, Gäste, Referenten, Vertreter der Presse und Industrieaussteller!

Vielen Dank für Ihren Beitrag und Teilnahme zu unserer 34. femak-Bundesfachtagung am 21. und 22. März 2016 in Rotenburg a. d. Fulda! Sie haben mit dazu beigetragen, dass das Programm durchweg sehr positiv bewertet wurde und großen Anklang fand.

Wir freuen uns, wenn auch Sie sich diesem Eindruck anschließen können und auch künftig die Arbeit unseres Berufsverbandes unterstützen.

Mit besten Grüßen

Ihr

femak-Bundesvorstand