Review - femak-Symposium 2016 - RHÖN-KLINIKUM AG

am .

CAMPUS-Konzept -
Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung


Das diesjährige femak Symposium fand in Bad Neustadt a. d. Saale am 13. September 2016 in der Konzernzentrale der RHÖN-KLINIKUM AG statt.

Nach der Eröffnung des Symposiums durch Norbert Ruch, femak Bundesvorsitzender, und der weiteren Moderation durch Wilhelm Brücker, femak-Geschäftsstelle, ergriff Martin Menger, Vorstand operatives Geschäft der RHÖN-KLINIKUM AG das Wort.

01 N Ruch 02 W Bruecker 03 M Menger
N. Ruch, femak-Bundesvorsitzender (links),
W. Brücker, femak-Geschäftsstelle (Mitte),
M. Menger, Vorstand operatives Geschäft, RHÖN-KLINIKUM AG

Die Anpassung von Liegezeiten und Prozessabläufen bis 2017 war und wird weiterhin ein aktuelles Thema sein. Es wurden die Strategien der RHÖN-KLINIKUM AG für den kommenden Zeitraum dargestellt:
-  Ausbau der Netzwerkmedizin,
-  Fokussierung auf Spitzenmedizin,
-  Aus- und Weiterbildungsprogramme als Gegenmaßnahme zum Fachkräftemangel.

Für die Materialwirtschaft ergeben sich wegen der fünf Standort mit unterschiedlichen Warenwirtschaftssystemen große Herausforderungen:
-  Geplante InEK-Anpassungen 2017,
-  Komplexität einzelner Produkte,
-  Prozessveränderungen in den Kliniken,
-  Compliance-Anforderungen.
Verantwortliche Mitarbeiter beschäftigen sich mit Prozessen, Investitionen, Organisation, Logistik und Analytik und auch dem strategischen Einkauf. Eine Homogenisierung der Datenstruktur im Konzern muss wegen der fünf Standorte mit unterschiedlicher Warenwirtschaftssysteme angestrebt werden.

04 Prof B Griewing
Prof. Dr. Bernd Griewing, Vorstand Medizin, ging auf die Geschäftsideen ein, die sich strategisch und ökonomisch langzeitlich rechnen müssen. Im Focus stehen hier ca. 800.000 Patienten, die aus dem Umkreis, und wegen der hohen Spezialisierung der RKÖN-KLINIKUM AG auch für Patienten überregional attraktiv sind. Es müssen die Trends in der Gesundheitsentwicklung ständig betrachtet werden und was sich daraus alles für die Zukunft ergeben kann, wie zum Beispiel die perspektivische und vorausschauende Planung von neu zu bauenden Einrichtungen.
Zahlen in einer Grafik verdeutlichten den demografischen Wandel der Bevölkerungsentwicklung bis 2054. Es lassen sich Schwerpunktaufgaben in der medizinischen Entwicklungen erkennen, ablesen und somit planen. Damit bleibt eine vorausschauende Planung bis Mitte dieses Jahrhunderts unerlässlich. So steht in der RHÖN-KLINIKUM AG dem Abriss alter Bausubstanz auch der gezielte Neubau von Gesundheitseinrichtungen gegenüber.

Das Campusmodell der RHÖN-KLINIKUM AG umfasst fünf Bestandteile:
-  Ambulante und stationäre Akut-/Reha-Versorgung,
-  Altersgerechte Wohnkonzepte,
-  Chroniker-Versorgung, ambulante und stationäre Pflege,
-  Tourismus und Wellness,
-  Prävention und Gesundheitseinrichtungen.

05 Th Meier
Thorsten Meier, Leiter Netzwerke, Backoffice, IT-Security (MBS), ging sehr speziell auf IT im Krankenhaus ein. Er berichtete insbesondere über KAS 4.0 (Klinisches Arbeitsplatz System). KAS 3.0 ist gut, aber mit KAS 4.0 kann und will man mehr. Viele Krankenhäuser bewegen sich heute noch zwischen KAS 2.0 und KAS 3.0.
Technischen Voraussetzungen wurden näher gebracht, die perspektivisch bei einem Klinik-Neubau zu berücksichtigen sind. Besonders wurde auf die kontinuierliche Verfügbarkeit der IT hingewiesen. Aber auch die Kommunikation über sichere Datenleitungen mit hohem Datendurchsatz zwischen dem Krankenhaus und niedergelassenem Arzt muss Berücksichtigung finden.
Patientendaten werden im ganzen Haus von unterschiedlichsten Funktionsbereichen gesammelt und müssen zur weiteren Auswertung in einer zentralen Datenbank abrufbar bereitstehen.
Das alles verlangt nach
-  einer sicheren IT-Infrastruktur,
-  dem Ausbau der IT-Sicherheit,
-  der Überwachung der E-Mail-Systeme,
-  der Sensibilisierung der Mitarbeiter.

06 R Vogel
Reimund Vogel, Dipl.-Ing., Waldburg-Zeil Kliniken GmbH & Co. KG ging besonders auf Investitionen in Einrichtungen des Gesundheitswesens ein. Grundsatzüberlegungen sollten allen weiteren Planungen vorangehen. Hier erfolgt bereits die Weichenstellung des wirtschaftlichen Erfolges des Bauprojektes und des späteren Betriebes der Klinikimmobilie. Entscheidungskriterien und Entscheidungsprozesse für Investitionen sind zu berücksichtigen. Neue Technologien müssen sich rechnen lassen. So muss zum Beispiel die modulare Aufbereitung im Fertigungsprozess einen sehr hohen Fertigungsgrad aufweisen. Nacharbeiten sollten so gering wie möglich gehalten werden. Sonst steigen die Kosten wieder enorm an.

07 J Bocklet
Jochen Bocklet, Geschäftsführung der RHÖN-KLINIKUM AG, berichtete über das medizinische Konzept und Hintergründe der Campus-Kliniken Bad Neustadt. Anhand des im Bau befindlichen Neubaus wurde gezeigt, wie demografische Veränderungen in der Bauplanung bereits umgesetzt wurden. Ein kleines Video brachte allen im Zeitraffer das Baugeschehen näher.

08 H Bender
Harald Bender, femak-Bundesvorsitzender, richtete ein ganz herzliches Dankeschön an die Organisatoren der RHÖN-KLINIKUM AG für die sehr gute Vorbereitung und Betreuung während des femak Symposiums 2016. Ein ganz besonderer Dank an die Firma WULFF MED TEC GmbH für die Bereitstellung der Tagungsmappen.


Jürgen Geißler
femak-Öffentlichkeitsarbeit
Bildquelle femak 2016

Alle Präsentationen, sofern diese bereitgestellt wurden, stehen unseren femak-Mitgliedern auf unserer Homepage (
www.femak.de) im internen Bereich zur Verfügung.

Impressionen

14 Teilnehmer

10 Teilnehmer 11 Teilnehmer
12 Teilnehmer 15 Teilnehmer
13 Teilnehmer 16 Teilnehmer
09 J H Textor 17 Klinikum