8. Beschaffungskongress der Krankenhäuser Berlin 2016

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Bereits zum 8. Mal in Folge fand der Beschaffungskongress der Krankenhäuser am 08. und 09. Dezember 2016 in Berlin statt. Der Kongress, der sich als Jahresevent für Einkauf, Logistik & IT in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung etabliert hat, versammelte wieder etwa 500 Teilnehmer und Entscheidungsträger aus Gesundheitsversorgung und -politik, Wissenschaft, Industrie sowie Beratung.

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Eröffnung im Plenarsaal (Palm Court)

Im Focus standen in diesem Jahr Themen wie:

> Professionalisierung der Strukturen, Prozesse und Recht
> Finanzierung von Investitionen, Innovationen und Werten
> Digitalisierung von E-Procurement, E-Hygiene und IT-Sicherheit

Bereits im Eröffnungsplenum wurde mit zwei Vorträgen im Bereich Optimierung von Einkauf und Logistik durch Kommunikationsstandards und Prozess-Management der Impuls für die Schwerpunkte des Kongresses gesetzt.

Qualität verbessern, Durchlaufzeit verkürzen und gleichzeitig Kosten senken – neue und innovative Instrumente zur Prozessoptimierung in Logistik und Beschaffung, die Funktion des Einkäufers im Wandel – Anforderungen und Kompetenzen durch Digitalisierung, Qualitätsmanagement und Wirtschaftlichkeitsdruck, Verzahnung von Controlling und Einkauf in Kliniken – Entwicklungsstand & Trends, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen neuer Finanzierungs- und Betreibermodelle. Das alles steht besonders Im Mittelpunkt.

Mit Richtlinien und aktuellen politischen Entscheidungen befassen sich auch diverse Plenen, Workshops und Diskussionsrunden wie beim Round Table zur EU-Richtlinie zur Serialisierung von pharmazeutischen Produkten, dem Expertengespräch am Abend über die Novellierung der Medical Device Directive oder der Fachkonferenz zum neuen IT-Sicherheitsgesetz.

Krankenhaus 4.0 – Was bedeutet das für Einkauf und Logistik? Mehr Effizienz im Einkauf, wie E-Procurement-Lösungen soll zur Optimierung der Geschäftsvorgänge beitragen.

Dem IT-Sicherheitsgesetz vom 25. Juli 2015 wurde große Aufmerksamkeit geschenkt. Computervieren legen Kliniken lahm, Erpresservieren sind im Umlauf. Das alles verlangt nach Lösungen und einem Notfallplan, denn die Software-Angriffe werden auch in der Zukunft nicht weniger werden.

Zum Abschluss des Kongresses wurde eine Bilanz gezogen auf ein Jahr Krankenhausstrukturgesetz in einer Keynote vom Staatssekretär im Ministerium für Gesundheit, Lutz Stroppe. Es muss eine volksnahe Gesundheitsversorgung der Krankenhäuser beibehalten werden. Dazu gehört das wohnortnahe Krankenhaus, aber auch die Krankenhäuser mit Spezialisierungen. Es muss aber auch darüber nachgedacht werden, wie stationär und ambulant mit der Situation abwandernder Fachärzte umgegangen werden muss, wobei hier die Qualitätssicherung ein wesentliches Merkmal ist.

Eine anschließende Fragerunde von Experten aus Wirtschaft, Recht und Gesundheitswesen rundet den Kongress ab. So wurde auch angemerkt, dass die Praxis zeigt, dass noch sehr viel nachgebessert werden muss. Die Digitalisierung in Gesundheitseinrichtungen verändert alle Bereiche. Die Politik muss dazu die Rahmenbedingungen setzen.

Jürgen Geißler
femak Öffentlichkeitsarbeit

Text: Wegweiser, femak




Impressionen vom 8. Beschaffungskongress der Krankenhäuser 2016 in Berlin

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Dr. Klaus von Dohnanyi, Dr. Johannes Ludwig,
Staatssekretär im Ministerium für Gesundheit, Lutz Stroppe, Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff (v.l.n.r.)


Zahlreich war die Industrie vertreten

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Bilder: J. femak 2016