Review - femak 35. Bundesfachtagung 2017

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Eröffnung der 35. Bundesfachtagung 2017 in Rotenburg a. d. Fulda durch Norbert Ruch und Harald Bender.

2 01 Eroeffnung Ruch 2 02 Eroeffnung Bender








Mit dem Titel der diesjährigen Bundesfachtagung „Kompetenzzentrum Krankenhauseinkauf – sozial, digital …und wie geht es weiter?“ hatte sich der Berufsverband femak e.V. auch in diesem Jahr wieder ein sehr anspruchsvolles Ziel gesetzt.

Unser Fachverband war in den vergangenen Jahren und mit den bisherigen Bundesfachtagungen bemüht, den fortschreitenden Veränderungen mit einer anspruchsvollen Themenauswahl den veränderten Krankenhaussituationen in Deutschland gerecht zu werden.

Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, dass sich die Aufgabenstellungen über diesen langen Zeitraum des Bestehens unseres Fachverbandes für die handelnden Personen in den Gesundheitseinrichtungen total verändert haben. Sie wurden sehr stark beeinflusst von medizinischen wie auch technischen Entwicklungen, von Investitionen und Anpassungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie aber auch von der sich aufweitenden Transparenz des Gesundheitswesens.

2 04 Erffnung








Für die etwa 160 Teilnehmer war die 35. femak Bundesfachtagung 2017 eine ausgezeichnete Plattform, sich bei dieser Tagung Anregungen und Tipps für die tägliche Praxis zu holen.

Tag 1 der Bundesfachtagung ist dem Leitthema der Fachtagung gewidmet. Themenübergreifende Informationen werden vermittelt. So auch aktuelle Probleme aus der Gesundheitspolitik. Wobei man sich auch bei Deutschlands Nachbarn orientiert.

2 05 Vortrag Rechkemmer
Eröffnungsvortrag "Innere Qualität", Prof. Dr. Kuno Rechkemmer, CGIFOS Institute GmbH, Stuttgart

 

Innere Qualität - Was ist das?… die Güte des Verhaltens der Beschäftigten in der Wahrnehmung ihrer Aufgaben gemessen an den Vorgaben zu Werthaltungen und Vorgehensweisen. Hoch relevante, in seiner Bedeutung kaum zu überschätzender Qualitäts- und Erfolgsfaktor - Patientenwohl, -sicherheit sing:
- Kundenzufriedenheit, - Wirtschaftlichkeit, - Wettbewerbsfähigkeit, - Arbeitsqualität, Mitarbeiterzufriedenheit, - Chancen in der Personalgewinnung /-bindung, - Organisatorische Stabilität, Resilienz, WIR-Kultur, - Risikominderung, - Compliance, - Erfolg von Restrukturierungen, Prozessoptimierungen etc., - Diversitätsmanagement, - Betriebliches Gesundheitsmanagement und IT-Sicherheit. Im 21. Jahrhundert ist das Verhalten der Beschäftigten der Schlüssel zum Erfolg. Es geht um die Innere Qualität.


2 06 Vortrag Schneider
"Antikorruption im Gesundheitswesen", Prof. Dr. Hendrik Schneider, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzugsrecht, Universität Leipzig 

Es wurde die gesetzliche Regelung und damit die Paragraphen der Vorteilsannahme und Vorteisgewährung bei Bezug von Waren oder Dienstleistungen und dadurch einen anderen im Wettbewerb unlauter Bevorzuge erörtert. Was vor 20 Jahren noch Gang und Gebe war, ist heute so nicht mehr möglich. Oder doch? Großer Anwendungsbereich: ca. 150.000 niedergelassene Ärzte werden erstmals kriminalisiert. Aber: Kaum Rechtsunsicherheit, weil alte Probleme in neuen Schläuchen.
Auch bei Richtern und Staatsanwälten herrscht große Ungewissheit: Deshalb Fortbildung auf der Richterakademie.


3 31 Merkel

Workshop 1: „IT versus Krankenhauseinkauf (Big Data)“, Martin Merkel, Leiter Zentraler Einkauf, Management und Servicegesellschaft Chemnitz mbH und Lars Forchheim, Abteilungsleiter IT bei Management und Servicegesellschaft für soziale Einrichtungen mbH, Chemnitz

Bei der IT im Krankenhauseinkauf steht im Mittelpunkt die Stammdatenpflege / Big Data. Einfließende Faktoren sind dabei die Dokumentationen, Anforderungsapplikationen und Schnittstellen. Das alles muss aus strategischer und operativer Sicht betrachtet werden. Also ein Ausblick auf: Sichtweisen verstehen…, auf die andere Seite schauen…, Kommunikation…, Moderation durch neutrale Personen…, Interesse und Verständnis… und Kundenorientierung… 


2 11 Vortrag Marquardt Mueller
Workshop 2: „IT und Innovation in der Medizin“, Prof. Dr. Kurt Marquardt, Leiter KonzernIT, Rhön Klinikum AG und Dr. med. Tobias Müller (rechts im Bild), Rhön Klinikum AG

Im ersten Teil berichtete Prof. Dr. Kurt Marquardt über IT und Innovation resultiert aus und unterstützt die Unternehmensstrategie.
Unternehmens-strategie:
Prozess-Optimierung auf Station, Netzwerkmedizin, Neues Ambulanzumfeld, Wissens-generierung.
IT-Management Infrastruktur: KAS 4.0, WebEpa+, IBM Watson (KI), Intelligentes Archiv.
Wem würden Sie sich anvertrauen?“ „Sie kommen in die Notaufnahme mit einer völlig unklaren Krankheit, und Ihnen geht es schlecht. Der Chefarzt kommt herein und sagt, er habe 30 Jahre Erfahrung, er werde schon herausfinden, was mit Ihnen nicht stimmt.Und dann sitzt da noch der junge Assistenzarzt, 1. Ausbildungsjahr, der sagt, er habe hier einen Computer mit dem Wissen von 600 Chefarzt-Jahren.

Dr. med. Tobias Müller widmete sich dem Thema IBM Watson (KI) Was ist und was kann Watson? Kognitive Systeme wie Watson können die Art und Weise verändern, wie Unternehmen künftig denken, handeln und arbeiten werden. Diese Systeme lernen durch Interaktionen und liefern so evidenzbasierte Antworten, die für bessere Ergebnisse sorgen. IBM entwickelte hierfür ein Computerprogramm aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz.


2 13 2 Vortrag Jan Wunderlich
Lagebericht Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) Stand 2017“, Jan Wunderlich, KGS Sachsen

Paradigmenwechsel der Qualitätssicherung im deutschen Gesundheitssystem hat begonnen (System des Benchmarkings -> System der Sanktionierung)
externe stationäre Qualitätssicherung (esQS) ein System des Benchmarkings von Qualitätsdaten der Krankenhäuser, das auf kontinuierliche Verbesserung von qualitätsauffälligen Krankenhäusern “aus eigener Kraft” abzielt – mittels Expertenaustausch (Strukturierter Dialog), Zielvereinbarungen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit und schwerpunktmäßig auf der Landesebene bei den Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung (LQS’en) angesiedelt.

Qualitätsorientierte Krankenhausplanung und –vergütung
Systeme der Sanktionierung von qualitätsauffälligen Krankenhäusern, die einerseits zwar auf der Basis von Qualitätsdaten aus dem Bereich der esQS arbeiten, andererseits aber auch gleich von vornherein auf Information der allgemeinen Öffentlichkeit und monetäre Sanktionen ausgelegt sind und schwerpunktmäßig auf der Bundesebene beim Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTiG) angesiedelt.
Qualitätswettbewerb / Qualitätsdynamik soll im deutschen Gesundheitssystem implementiert werden.


2 14 Vortrag Wilfried Wintzer
„Prozessoptimierung und Patientensicherheit“, Wilfried E. B. Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden

Im Zeitalter immer schneller wachsender Informationsdichte, genügt es nicht mehr, eine Information richtig zwischen Sender und Empfänger zu transportieren. Nur wenn Informationen in den richtigen Kontext gebracht werden, zu welchem Zwecke sie dienen, werden wir langfristig Informationen umfassend zur Prozessoptimierung einsetzen können. Beispiel: Verwendung von Barcodes im Krankenhaus.
Verknüpfung zwischen Information und Kontext
Wir müssen weiter denken! Unsere Barcodes dürfen nicht nur die Information „Materialnummer“ oder „Fallnummer“ oder „Mitarbeiternummer“ oder „Raumnummer“ tragen, sondern auch die Information, wofür sie stehen. Nur so können wir verschiedene Barcodeinformationen miteinander kombinieren und sie ergeben einen medizinisch betriebswirtschaftlichen Sinn.


2 16 A Dittmer
"DER SCHNELLSTE INDIANER DER WELT", Andreas Dittmer, deutscher Kanute. Die Erfolge in Zahlen.
- viermalige Teilnahme an Olympischen Sommerspielen,
- dreifacher Olympiasieger 1996, 2000, 2004, 1x Silber, 1x Bronze,
- achtfacher Weltmeister: 1994, 1997, 2001, 2002, 2 x 2003 und 2 x 2005.
Mit 30 WM-Medaillen und 46 Deutschen Meistertiteln ist er der erfolgreichste Canadier-Fahrer aller Zeiten.


2 18 1 D Dittmer
Klaus Dittmer ist 1970 der erste WM-Teilnehmer des Sportklubs Neubrandenburg bei einer Kanu-WM gewesen. Im Einer-Canadier. In dem fuhr später auch sein Sohn Andreas zu dreimal Olympiagold. Auch Tochter Anja war Olympiateilnehmerin -im Triathlon.
Im Gespräch mit Klaus Dittmer fallen oft Worte wie "Leistung“, "Leistungsbereitschaft“, "Qualität“. Es schwingt dabei mit, dass er auf der einen Seite Optimist ist. Aber er sagt auch ehrlich, woran es im Leistungssport in Deutschland hapert. Generell:
"Viele Jugendliche sind gar nicht mehr bereit, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Unabhängig davon muss man natürlich denjenigen immer ein hohes Lob zollen, die nach wie vor bereit sind, das zu machen. Und das ist dann auch schon eine dieser Schnittmengen. Wir haben einfach zuwenig Sportler, die bereit sind, sich diesen Herausforderungen zu stellen.“
Es ist in Neubrandenburg nicht anders als in Neustrelitz oder bei den Handballern auf Usedom. Leistung? - Schön und gut, aber wie wird das Leben neben dem Sport gemanagt? Mitten im strukturschwachen Mecklenburg-Vorpommern.
Trainer Dittmer macht sich nichts vor: "Sicherlich sind wir keine Region, wo man mit dem Sport reich werden kann.“

2 15 A Dittmer
Andreas Dittmer, geb. 16.04.1972. Jeder Mensch, der Ziele, Träume oder Visionen hat und diese zu erreichen versucht, läuft nach demselben Muster ab. Jeder möchte auf seinem Gebiet Außergewöhnliches leisten, etwas erreichen, worauf er stolz sein kann. Die Ziele, die jeder im Leben hat, sind dabei völlig verschieden. Bei mir war es seit meiner Kindheit der Sport. Bei jeder Übertragung von Olympischen Spielen saß ich gespannt vor dem TV und habe die Wettkämpfe deutscher Kanuten, Schwimmer oder Leichtathleten verfolgt. Mich faszinierten die Marathonläufer, die Biathleten und Turner. Die Begeisterung der Zuschauer in den Stadien und die Emotionen der Athleten erfassten mich. Ich verpasste keine Eröffnungsfeier Olympischer Spiele. Der Olympische Geist steckte mich schon frühzeitig im Wohnzimmer an. Ob ich damals schon das Ziel hatte, Olympiasieger zu werden, weiß ich nicht mehr genau, aber auf jeden Fall waren die Olympioniken meine Idole.
Von meinen Eltern, meine Mutter Karin war Hürdensprinterin, mein Vater erfolgreicher Kanute, erhielt ich bereits die entsprechenden Gene in die Wiege gelegt. Dass dieses Erbmaterial erfolgreich sein kann, zeigt im Übrigen auch meine jüngere Schwester Anja Dittmer, die eine der besten Triathleten der Welt ist. Meine Eltern begeisterten uns für das Laufen, Rad- und Kanufahren oder Skilaufen. Ich musste jetzt nur noch etwas daraus machen.
Die erste Fahrt in einem Rennboot endete frustrierend. Mein Boot trieb mich von der einer Seite des Baches an dem unser Bootshaus stand zur anderen Seite hinüber, ohne dass ich auch nur einen Schlag gemacht habe. Heulend lief ich 2 km zurück ins Bootshaus. Toller Anfang!
Irgendwann hat es jedoch mit dem Paddeln funktioniert und ich hielt mich mehr und mehr über dem Wasser. Ich wurde später in das Neubrandenburger Sportgymnasium delegiert und lernte schnell was es bedeutet Leistungssport zu betreiben. Schnell begriff ich, dass ich nur durch hartes Training, ein hohes Maß an Motivation und ein gutes Umfeld erfolgreich sein konnte, kurzum ich erfuhr, dass ich nur durch eine professionelle Einstellung in meinem Sport es ganz nach oben schaffen kann.
Als ich meine Berufung in die Deutsche Olympiamannschaft von Atlanta 1996 erhielt, war ich einfach nur glücklich. Ein Kindheitstraum sollte in Erfüllung gehen.
Auf dem Weg dorthin musste ich jedoch viel entbehren. Ich meine damit nicht nur unzählige Trainingseinheiten bei eisiger Kälte im Winter auf dem Wasser, bei der das Eis das Paddel „hinaufklettert“ oder zahlreiche Stunden an Kraft- oder eher Foltermaschinen im Kraftraum. Dabei habe ich in den letzten Jahren auch mal unfreiwillig die Bekanntschaft mit dem etwas kühler temperierten See gemacht. Ich kann versichern, dass das „Baden“ bei 4 Grad Wassertemperatur im Dezember nicht sehr angenehm ist. Mittlerweile bin ich schon mindestens zweimal mit meinem Einer-Canadier um den Äquator gefahren, habe etliche Blasen an den Fingern bekommen und oft genug Muskelkater gespürt. Ich erinnere mich an Trainingstage, an denen ich mich bei extremen Windverhältnissen über den See quälte oder das Eis auf dem Wasser gebrochen habe, um trainieren zu können.


     „Wenn du für Dein Ziel alles tust,
     Du den absoluten Willen zum Sieg hast
     und das Glück zu Dir hält,
     dann kannst Du alle Deine Träume erreichen.“




Tag 2 der Bundesfachtagung lehnt sich sehr nahe an den Krankenhausalltag an und vermittelt sehr praxisnah die Herausforderungen an den Einkäufer. Hindernisse, die zu überwinden sind und wie nach Lösungen gesucht wird. Es werden eine Vielzahl der in der täglichen Praxis zu bewältigenden Aufgaben und Themenkomplexe vermittelt.


3 03 1 Vortrag Ralf Bannwart
Kompetenzzentrum Einkauf“ Ralf Bannwarth, Leiter Einkauf und Materialwirtschaft, ALB FILS KLINIKEN GmbH, Göppingen

In letzten Jahren wesentliche Wandlung der Rolle des Krankenhauseinkaufes,
Politischer Druck: hohe Anzahl an Krankenhäuser defizitär,
Krankenhaus-Einkauf befindet sich unter ständig steigendem Druck,
Wandlung der Rolle des Einkaufs: vom Preisverhandler zum Projekt- und Produktmanager,
→ Kompetenz im Einkauf mehr und mehr essentiell,
→ um auch gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden,
Mitreden auf „Augenhöhe“ erforderlich,
Vielschichtige Kompetenz erforderlich,
Parallel ständige Reduktion der Ressourcen bzw. Erweiterung der Aufgaben.
Fazit
Anforderungen an den Einkauf sind in den letzten Jahren wesentlich gestiegen,
Anforderungen an Einkauf werden durch äußere Rahmenbedingungen in Zukunft noch weiter steigen,
Komplexität wird noch weiter zunehmen,
Taktfrequenz wird ebenfalls noch weiter zunehmen,
Qualifikation und ständige Weiterbildungen erforderlich.
Kompetenz im Einkauf wird zukünftig noch höhere Bedeutung zukommen. Position des Einkaufes im Unternehmen Krankenhaus wird wichtiger & stärker. Chance für Berufsbild Krankenhaus-Einkauf
Aber:

Persönliches Know How wichtiger, Erfolgskontrolle von Fortbildungsmaßnahmen wichtiger, Fähigkeit der Umsetzung der Trainingsinhalte im Arbeitsalltag erforderlich.


3 05 1 Vortrag Vetter
Workshop 3: „Best Practice - Projektarbeit im Einkauf“, Kathy Vetter, Geschäftsführerin, Vivantes Service GmbH, Berlin

Projektarbeit im Krankenhaus. Ja, aber wie ….?
Projektmanagement:
Koordination und Steuerung aller Elemente, die zur Zielerreichung eines Projektes beitragen,
Analyse, Zielsetzung (Sach-, Termin-, Kostenziele), Festlegung von Handlungs- und Verantwortungsbereichen, Ermittlung benötigter Ressourcen,
Transparenz und Kommunikation im Team.
Ressourcenmanagement:
planerischer Vorgang der zeitlichen und räumlichen Disposition von allen notwendigen materiellen oder immateriellen Gütern sowie der personellen Ressourcen, die für einen erfolgreichen Projektabschluss notwendig sind,
Erkennen möglicher Restriktionen, Konflikte oder Engpässe und deren planerische Berücksichtigung,
frühzeitiges Eingreifen und Gegensteuern bereits während der Ressourcenplanung und Sicherung der Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens.
Innovationsmanagement:
bewusste Planung, Organisation und Steuerung des Prozesses der Entwicklung bzw. Einführung neuer Produkte oder Verfahren (Innovationen),
Rahmen für zielgerichtete Innovationsplanung, Identifizierung von Innovationspotenzialen, Generierung von Ideen und Lenkung von Innovationen,
Portfolioanalyse, SWOT-Analyse, Technologiefolgeabschätzung, Wettbewerbsvorteile.
Fazit:
An das Projekt wurden hohe Erwartungen gestellt (Qualität, Versorgungssicherheit, Etablierung einer Innovation, Refinanzierung der investiven Kosten).
Die Schwierigkeiten waren nicht unerheblich (Akzeptanz, Technik, Personal, Prozessumstellung).
Die Zusammenarbeit im Projektteam und mit allen Beteiligten war nicht immer einfach, aber dennoch lösungsorientiert.
Große Unterstützung durch Abteilung Changemanagement.
Die Ziele können mittlerweile als erfüllt betrachtet werden.
- Die Akzeptanz und Kundenzufriedenheit steigt kontinuierlich.
- Trotz stetig steigender Marktpreise im Bereich des „Textilservice“ garantiert VivanTex das Preisniveau 2010 auch für die Jahre 2017 – 2020.
Dennoch gibt es noch einiges zu tun ….


3 32 Hille
Workshop 4: „Auswirkungen der Globalisierung und Anbieter-Monopole auf Einkauf und Logistik - Fluch oder Segen?“, Heidemarie Hille, Inhaberin & Geschäftsführerin aerophelia (R) ldt.. 

Globalisierung / Monopol - politisch-ökonomische Bezeichnung für den Prozess weltweiter Arbeitsteilung.
Lösungsansätze
Stärkere Integration des Qualitätsmanagements in Einkauf und Logistik, Fokussierung auf die eigenen Kernkompetenzen, Strategische und organisatorische Aufgaben trennen, IT-Unterstützung für alle Schnittstellen, Prozessorientierung statt Ablauforientierung, Funktionsübergreifende Prozessoptimierung, Reduzierung von Verschwendung (Ressourcen..), Transparenz.
Fazit:
Global ausgerichtete wirtschaftliche Interessen haben für den heimischen Markt manchmal große negative Auswirkungen, das Gesundheitswesen ist (trotzdem) ein Wachstumsmarkt mit hohem (Gewinn)potential, Einkauf & Logistik sind strategisch besonders wichtig.
Fluch oder Segen?         Beides!


3 07 1 Stefan Wilhelm

Workshop 5: „Das neue Vergaberecht pragmatisch umsetzen – Fallbeispiel aus einem Krankenhaus“, Dr. Stefan Wilhelm, Leiter Materialwirtschaft, Klinikum Darmstadt GmbH

Die Regelungsstruktur ändert sich: Vergabeordnungen bekommen weniger Bedeutung bzw. entfallen ganz: VOB, VOF und VOL. Mehr Vorgaben auf gesetzlicher Ebene: Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), deutlich größere Bedeutung der Vergabeverordnung (VGV) und teilweise überlappende Regelungsinhalte in GWB und VGV, z.B. Verfahrensarten.
Die Regelungstruktur des Vergaberechts grundlegend geändert.
eVergabe ist bald Pflicht!,
Umstellungsaufwand für Bieter und Auftraggeber,
Nicht alle Möglichkeiten müssen genutzt werden,
Weniger ist mehr!
Die Aufgaben des strategischen Einkaufs ändern sich …NICHT!!!


3 33 J Karnelka

Workshop 6: „Potentiale der Medical-Produkte-Logistik“, Dipl.-Betriebswirt Jörg Karnelka, Prokurist, Main-Kinzig-Kliniken, Gelnhausen

FORSCHUNGSANSATZ
von der Theorie in die Praxis,
Networking,
Potentiale – Kosteneinsparungen,
wirtschaftlicher Druck (Rahmenbedingungen).
Welche messbaren Faktoren für Erfolg und Misserfolg existieren, um daraus abgeleitet Medikalprodukte-Logistikprozesse im Krankenhaus zu optimieren, diese mit Kennzahlen messbar und mittels Benchmarks krankenhausübergreifend vergleichbar zu machen?

Diskussionsrunde - FAKT IST - Ergebnisse - Zusammenfassung

3 09 1 Diskussionsrunde
Die abschließende Diskussionsrunde moderierte Thomas Gallmann, Gallmann und Schug Unternehmensberatung GbR, Ludwigshafen. Alle Teilnehmer gaben noch einmal ein Statement über die durchgeführten Workshops ab. In einer Zusammenfassung wurden wichtige Merkmale des „Strategischen Einkaufs“ erörtert, markante Prozesse der Optimierung im Einkauf aber auch die Nachhaltigkeit bei der Beschaffung kamen nicht zu kurz. Abläufe bei der Kostenträgerrechnung aber auch vieles, was sich in den nächsten Jahren im Bereich Materialwirtschaft und Einkauf noch verbessern lässt.



3 10 Verabschiedung Bender
Bundesvorsitzender Harald Bender bedankte sich bei allen Teilnehmern der 35. Bundesfachtagung 2017. Auch für 2018 wird sich unser Fachverband wieder aktuellen Themen aus der Gesundheitspolitik zuwenden und natürlich auch dem Klinikalltag beleuchten. In einem Jahr kann eine ganze Menge passieren. Wir als Fachverband bereiten uns darauf vor.


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Nachfolgend ein paar Impressionen von der 35. Bundesfachtagung 2017


Empfang mit musikalischer Begleitung

2 19 1 Empfang Major
Major Tobias Terhardt, Leiter des Heeresmusikkorps Kassel begann im Alter von 6 Jahren Klavier zu spielen, kurze Zeit später folgte das Instrument Schlagzeug. Während seiner Schulzeit errang er mit beiden Instrumenten mehrfach erste Preise. Es folgte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker, Abschluss mit dem C-Examen, Studium an der Musikhochschule Köln, danach Militärmusikdienst bei der Bundeswehr, erwarb das Kapellmeister-Diplom, stellvertretender Chef beim Marinemusikkorps Nordsee, leistete seinen Dienst in Kabul und Afghanistan und war verantwortlich für den Protokollarischen Ehrendienst  beim Bundeskanzleramt. Seit Dezember 2015 ist Major Terhardt Leiter des Heeresmusikkorps in Kassel. Unser Fachverband bedankt sich bei Major Terhardt für die musikalische Umrahmung des Empfangs.


2 03 Begruessung Brcker
Fazit zur 35. Bundesfachtagung
: Die sehr gute Moderation der 35. Bundesfachtagung am ersten Tag lag in den Händen des femak-Geschäftsstellenleiters Wilhelm Brücker. "Eine gelungene Veranstaltung in Kooperation mit der Industrie, der wir an dieser Stelle unsern besonderen Dank aussprechen möchten. Die Erwartungen an eine solche Fachtagung seitens der Teilnehmer wurden voll und ganz erfüllt".


2 53 Presse
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Mirjam Bauer und Michael Reiter für die Pressearbeit und ihre Berichterstattung.


Übergabe der Urkunde zum 4. femak Wissenschaftspreis 2017

2 24 4 1 WP Joerg Karnelka Bender

Harald Bender, femak Bundesvorsitzender, bei der Verleihung des 4. femak-Wissenschaftspreises an Dipl.-Betriebswirt Jörg Karnelka im Rahmen der 35. Bundesfachtagung 2017.

Mit dem femak-Wissenschaftspreis zeichnet der Berufsverband Studenten, Doktoranden und Stipendiaten sämtlicher Studienrichtungen der Gesundheitsökonomie und Medizin für besondere Leistungen aus. Schwerpunkt sollen die Themengebiete Einkauf, Materialwirtschaft und Logistik bzw. Prozessanalyse und Prozessentwicklung mit Verbesserungspotenzial sein. Während der Abendveranstaltung würdigte Harald Bender die eingereichte Arbeit, die von Dr. Heiko Stute, Hamburg, bewertet wurde.

Titel: Controlling-basierte Optimierungsansätze von Medikalprodukte-Logistikprozessen
Untertitel: Explorative Fallstudie innerhalb der Main-Kinzig-Kliniken

Zusammenfassung:
Der Autor verfolgt im Rahmen seiner Master-Thesis den Versorgungsprozess mit Medikalprodukten und deren Optimierungspotenziale am Beispiel der Main-Kinzig-Kliniken, weshalb die Arbeit auch mit einem Sperrvermerk versehen wurde.
Die zentrale Frage seiner Arbeit lautet: „Welche messbaren Faktoren für Erfolg und Misserfolg existieren, um daraus abgeleitet Medikalprodukte-Logistikprozesse im Krankenhaus zu optimieren, diese mit Kennzahlen messbar und mittels Benchmarks krankenhausübergreifend vergleichbar zu machen?



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„Wir sind schon da!“ - Kick off zur 35. Bundesfachtagung in der „Alm“- Hütte des Göbel‘s Hotel Rodenberg.

1 Alm 01 1 Alm 02
1 Alm 03 1 Alm 04
1 Alm 05 1 Alm 06
1 Alm 07

Weitere Impressionen der 35. Bundesfachtagung - Industrieausstellung am 13.03.2017.

2 70 1 Industrie Halle
2 71 Industrie Clinotest 2 72 Industrie Dr Schumacher
2 73 Industrie H H 2 74 Industrie Wulff
2 75 Industrie Remesco 2 76 Industrie Baierholm
2 77 Industrie B Braun
femak bedankt sich bei den sehr zahlreichen Industrieausstellern ganz herzlich.


Impressionen Teilnehmer
 
2 18 A Dittmer
2 17 A Dittmer 2 15 A Dittmer
2 07 Vortrag Schneider
2 12 Moderation Thomas Gallmann 2 51 Teilnehmer
2 52 Studenten 2 54 Diskutant
2 55 Diskutant 2 56 Anton Schmidt
3 20 Teilnehmer 3 21 Teilnehmer
3 22 Teilnehmer 3 23 Teilnehmer

Stargast der Abendveranstaltung. Ein erfolgreicher 1. Kongresstag hatte am Abend einen weiteren Höhepunkt. Einen biographischer Abriss seiner beruflichen Laufbahn heiter vorgetragen von Werner Hansch.

2 25 Bruecker Promi 2 26 Bruecker Promi
Werner Hansch, 1938 geboren in Recklinghausen. 1976 Abschluss des Studiums als Dipl. Sozialwissenschaftler mit Auszeichnung.
Radio NRW Fußball-Experte, Fußballkommentator bei Arena TV, arbeitete als freier Mitarbeiter für SAT1 und kommentierte die UEFA-Champions League, wechselte als Fußballkommentator zu SAT1 RAN. Nach 14 Jahren Radio, wurde er Fernsehreporter für die ARD-Sportschau und kommentierte die Fußballbundesliga.

Werner Hansch schrieb mit seinen energiegeladenen Reportagen Fußballgeschichte und gehört bis heute zu den beliebtesten und bekanntesten Kommentatoren im deutschen Fernsehen. Nichts ist einstudiert, sondern alles kommt aus dem Bauch. Ein Kommentator aus Leidenschaft. Dafür wurde er auch mehrfach ausgezeichnet. 1988 wurde er vom Verband deutscher Sportjournalisten für seine Military-Reportage bei den Olympischen Spielen in Seoul geehrt.


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Präsentationen

Alle Vorträge sind für femak-Mitglieder im internen Bereich auf unserer Homepage www.femak.de nach Anmeldung als PDF-Datei zugänglich, sofern diese vom Referenten zur Nutzung und Weitergabe freigegeben wurden.

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Sehr geehrte femak Mitglieder, Gäste, Referenten, Vertreter der Presse und Industrieaussteller!

Vielen Dank für Ihren Beitrag und Teilnahme zu unserer 35. femak-Bundesfachtagung am 13. und 14. März 2017 in Rotenburg a. d. Fulda! Sie haben mit dazu beigetragen, dass das Programm durchweg sehr positiv bewertet wurde und großen Anklang fand. Danke auch an das Team des Göbel's Hotel Rodenberg.

Wir freuen uns, wenn auch Sie sich diesem Eindruck anschließen können und auch künftig die Arbeit unseres Berufsverbandes unterstützen.

Mit besten Grüßen

Ihr

femak-Bundesvorstand


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Erste Meinungen und Kommentare zur 35. Bundesfachtagung 2017.

Hallo Herr Brücker,
Glückwunsch zur gelungenen Veranstaltung! Ihre Moderation war sehr erfrischend!
Ich habe mal einen kleinen Betrag geschrieben auf der Zug-Rückfahrt von Rotenburg nach Berlin.

https://www.zukunft-krankenhaus-einkauf.de/2017/03/14/klinikeink%C3%A4ufer-r%C3%BCsten-sich-f%C3%BCr-die-zukunft/

VG Stefan Krojer

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